Unsere Geschichte

Der Eingang des Kinderhauses

Am Anfang stand eine Idee von Konrad Stopp (damals Leiter des Sozialbereichs bei MBB), die er Ludwig Bölkow unterbreitete. Bölkow hatte Stopp beauftragt, mit einer der Gemeinde Ottobrunn zugesagten Spende i. H. v. DM 500.000 ein sinnvolles Projekt zu realisieren. Im Einvernehmen mit Bölkow entschied Konrad Stopp, Partner zu suchen, die bereit waren, einen Kindergarten mit Kinderhort zu bauen, zu betreiben und der Firma 25 Jahre lang Belegungsrechte einzuräumen.

Ein solcher Partner wurde in der ev.-luth. Michaelskirche (Pfr. Lettenmeyer) gefunden. Erhard Bachmann (Architekt und Mitglied des Kirchenvorstands) und Anwalt Dr. Wartner führten seitens der Kirchengemeinde die Vertragsverhandlungen mit MBB.

Am 18.06.1968 gründeten die Vertragspartner den Evangelischen Kindergartenverein und beschlossen, mit dem Geld von Ludwig Bölkow einen Kindergarten mit Hortgruppe und zwei Personalwohnungen zu bauen. Das Grundstück stellte der Dekanatsbereich München an der Albert-Schweizer-Straße zur kostenlosen Nutzung bereit. Am 01.09.1971 nahmen Kindergarten und Kinderhort ihren Betrieb auf, am 05.12.1971 wurde die Einrichtung durch Oberkirchenrat Glaser eingeweiht.

Bereits sechs Jahre später war der Bedarf an Hortplätzen so gestiegen, dass die Wohnungen im Obergeschoss in eine zweite Hortgruppe umgewandelt wurden. So entstand die größte Kindertagesstätte Ottobrunns mit 141 Plätzen. Die im Laufe der Zeit stark steigende Berufstätigkeit von Müttern führte zu einer großen Nachfrage nach Betreuungsmöglichkeiten von Kindern auch unter drei Jahren. Daher wurde im September 2004 die erste und im September 2006 eine zweite Kindergartengruppe in Krippengruppen umgewandelt.

Nachdem 1989 Frau Prof. Dr. Kudera zur Bürgermeisterin gewählt wurde, engagierte sie sich ganz besonders für die Gründung einer Kinderkrippe in den Untergeschossräumen der Schule III an der Albert-Schweitzer-Straße. In seiner Sitzung vom 27.06.1990 beschloss der Gemeinderat einstimmig die Einrichtung einer Kinderkrippe mit zwei Gruppen, „vorrangig für Ottobrunner Alleinerziehende und Eltern in schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen“. Damit war Ottobrunn eine der ersten Kommunen im Landkreis München, die für ihre Bürger dieses bis heute freiwillige Angebot zur Verfügung stellte. Der Gemeinderat übertrug die Trägerschaft dem „Kindergartenverein der evang.-luth. Kirchengemeinde Ottobrunn e.V., da kein anderer freigemeinnütziger Träger bereit ist zu einer Übernahme der Trägerschaft“. Und so öffnete am 01.05.1991 die erste evangelisch geführte Kinderkrippe Oberbayerns für 20 Kinder zwischen ein und drei Jahren ihre Türen. Heute umfasst das Betreuungsangebot 23 Plätze. Beide Einrichtungen arbeiten eng zusammen.

Damit leitet der evangelische Kindergartenverein die einzige Einrichtung in Ottobrunn, die eine lückenlose ganztägige Betreuung für Kinder von ein bis vierzehn Jahren anbietet.