Pädagogische Konzeption

Solange Kinder klein sind,
gib ihnen tiefe Wurzeln,
wenn sie älter geworden sind,
gib ihnen Flügel

 

 

 

Vorwort



Wir freuen uns, Ihnen unsere Konzeption für das Evang. Haus für Kinder in Ottobrunn vorstellen zu dürfen. Diese soll allen Interessierten Information und Orientierung geben und die Neugier auf unsere Arbeit im Kinderhaus wecken. Gleichzeitig ist sie Grundlage für eine gute, tragfähige Zusammenarbeit zwischen Eltern, Träger und pädagogischem Personal.



 

 

Leitbild des Trägers

Evangelisches Profil der Einrichtung



Unsere Kindertagesstätte ist eine evangelische Einrichtung

Unsere Kindertagesstätte möchte Kindern und Eltern die Botschaft Gottes näher bringen. Jeder soll erfahren: Ich bin ein Kind Gottes. Ich bin einmalig und wertvoll, so wie ich bin. Dies gilt auch für jeden anderen. Deshalb achten wir jeden Menschen, gleich welcher Herkunft und Religion in seiner Lebensgestaltung. Uns ist es wichtig, dass sich jeder für die Schöpfung verantwortlich fühlt.



Die Kinder sind Mittelpunkt unserer Arbeit

Kindheit ist für uns: Neugierde, Unbefangenheit, eigene Erfahrungen machen zu dürfen, Grenzen kennen zu lernen und sich aus zu probieren. Nur durch die Erfahrung, dass ich geliebt und angenommen bin, bekomme ich Kraft und ein gesundes Selbstbewusstsein. Kinder sind für uns Persönlichkeiten, deren Rechte und Grundbedürfnisse wir ernst nehmen. Wir beziehen die Meinungen der Kinder im Alltag mit ein und geben ihnen Freiräume, um sich zu entfalten. Kinder dürfen sich bei uns in ihrem eigenen Tempo entwickeln.

Durch intensive Beobachtung erkennen wir die Bedürfnisse und Interessen der Kinder. Auf dieser Grundlage gestalten wir Angebote und entwickeln Projekte.



Wir begleiten Kinder auf ihrem Weg

Uns ist es wichtig, die Kinder auf einem Teil ihres Weges zu begleiten. Geborgenheit und Vertrauen geben wir ihnen durch Akzeptanz und Wertschätzung. Dadurch erfahren sie Halt und Beständigkeit. Sie trauen sich etwas zu, werden selbständiger und können immer besser für sich selbst Entscheidungen treffen.

Wir bieten ihnen Bildungsangebote, die ihrem Entwicklungsstand entsprechen, damit sie für ihren späteren Lernweg gute Voraussetzungen haben. Sie experimentieren, begreifen etwas und zeigen Freude am Lernen.



Eltern und Familien sind für uns die Brücke zum Kind

Die Eltern sind die „Experten“ ihrer Kinder und wir ergänzen ihre Erziehung. Deshalb ist es für uns von großer Bedeutung, mit ihnen vertrauensvoll und intensiv zusammen zu arbeiten. Ihre Anliegen, Wünsche und Bedürfnisse nehmen wir ernst. Wir wünschen uns einen offenen Umgang und freuen uns über ihr Interesse und ihre aktive Mitarbeit.



Unser Miteinander soll Vorbild sein

Durch unser persönliches Vorleben geben wir den Kindern ein Modell, an dem sie sich orientieren können. Sie erleben durch uns, was gegenseitiges Vertrauen bedeutet. Da ein Schwerpunkt unserer Arbeit die Förderung der sozialen Kompetenz ist, können wir nur überzeugen, wenn uns selbst dies ein Ziel ist. Das erreichen wir durch gegenseitige Rückmeldungen und eigene Reflexionen.

Struktur und Organisation



Rechtsträger

Träger des Evangelischen Haus für Kinder ist der

„Evang.-Luth. Kindertagesstättenverein Ottobrunn e.V.“

Vorsitzende ist seit 1984 Frau Markwart-Kunas.

 

Anschrift des Trägers und der Einrichtung

 

Evangelisches Haus für Kinder Ottobrunn

Albert-Schweitzer-Str. 1

85521 Ottobrunn

Telefon: 089/6094478

Fax: 089/66085150

E-Mail: verwaltung@kinderhaus-ottobrunn.de

Der Dachverband unserer Einrichtung ist das Diakonische Werk der Evang.-Luth. Kirche Bayern, Gebäude und Grundstück der Kindertageseinrichtung (Albert-Schweitzer-Straße) sind Eigentum des Evang.-Luth. Dekanats München.



Bürozeiten

Vorstandsvorsitzende: nach Terminabsprache

Leitung: Di-Do: 9:00-13:00 Uhr und jederzeit nach Absprache

Sekretariat: Di-Do: 9.00-13.00 Uhr

 

Rechtliche und Curriculare Grundlagen

Das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetz (BayKiBiG+AVBayKiBig), SGB VIII, der Bayerische Bildungs-und Erziehungsplan, die Handreichung U3, die BayBL, BUKiSCHG, die UN Kinderkonventionen und das Infektionsschutzgesetz sind unsere gesetzlichen Grundlagen.



Zielgruppen

Krippe: 2 Gruppen, 1-3 Jahre, Schmetterlinge: 12 Kinder, Käfer: 12 Kinder

Kindergarten: 2 Gruppen, 3-7 Jahre, Bären: 25 Kinder, Pferde: 25 Kinder

Hort: Offene Gruppe, 5-12 Jahre, 45 Kinder

 

Bedarfssituation und Einzugsgebiet

Ottobrunn liegt am südöstlichen Stadtrand von München und hat ca. 21.000 Einwohner. Die Tagesstätte befindet sich in einem ruhigen, familienfreundlichen Wohngebiet mit gut ausgebauter Infrastruktur (Schwimmbad, Schulen, verkehrsberuhigte Zonen, Sportanlagen, Spielplätze usw.). Die Kinder unserer Einrichtung wachsen in einem gemischten Wohngebiet mit mehrstöckigen Wohnblöcken, Reihenhäusern und Einfamilienhäusern auf.

Ein Großteil der Eltern ist in München und Umgebung beschäftigt und lebt in gesicherten sozialen Verhältnissen. Die Kinder kommen aus unterschiedlichen Kulturen Europas.

Anmeldetermine

Die Anmeldung erfolgt über die Homepage (kinderhaus-ottobrunn.de) unseres Kinderhauses, nach telefonischer Absprache oder am „Tag der offenen Tür“. Dieser Termin wird im Gemeindeblatt, auf der Homepage der Gemeinde Ottobrunn, sowie unserer Homepage bekannt gegeben.

Aufnahmebedingungen

Die Kinder werden im Regelfall zu Beginn jedes neuen Kitajahres im September aufgenommen.

Jedes Kind sollte zu Beginn der Aufnahme in die Krippe das erste Lebensjahr vollendet haben, bei einer Aufnahme in den Kindergarten das 3. Lebensjahr. Zur Aufnahme in den Hort muss das Kind einen Schulplatz nachweisen.

Familien in schwierigen Situationen oder sozialen Notlagen sowie Alleinerziehende werden besonders berücksichtigt. Geschwisterkinder werden nach Möglichkeit bevorzugt.

Über die Aufnahme entscheidet der Träger in enger Verbindung mit der Leitung. Zusagen werden bis spätestens Mitte Mai verschickt. Absagen werden nicht versendet. Rechtliche Grundlage der Aufnahme ihres Kindes in unserem Haus ist der Betreuungsvertrag.

Öffnungszeiten

Montag-Donnerstag 7.15 - 17.15 Uhr

Freitag 7.15 - 16.30 Uhr

 

Aus Sicherheitsgründen ist die Eingangstür nur für die Bring- und Abholzeiten offen.

Betreuungszeiten

Die Eltern haben die Möglichkeit ihre Betreuungszeiten individuell zu gestalten (siehe Anlage Betreuungsverträge). Diese gelten für die Dauer des Betreuungsvertrages.

Buchungsänderungen während der Dauer der Betreuungszeit können nur nach Absprache mit dem Träger vorgenommen werden. Es ist nur möglich 5 Tage die Woche zu buchen.

 

Kernzeiten

Die Kinder sind zur Kernzeit in der Kita anwesend.

In dieser Zeit gewährleisten wir pädagogische Bildungsarbeit nach dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan.

Die Kernzeit in der Krippe und im Kindergarten ist täglich von 8.30 - 12.30 Uhr

Für den Hort gelten gesonderte Regelungen

 

Schließzeiten

Insgesamt kann es bis zu 30 Schließtage geben, die den Eltern schriftlich ausgehändigt werden. Unsere Einrichtung ist zu folgenden Zeiten geschlossen:

  • in den Weihnachtsferien

  • in den letzten drei Wochen während der Sommerferien (Schulferien)

  • an einzelnen Tagen, die zwischen Wochenende und einem Feiertag liegen (Brückentage)

  • an ein bis zwei Tagen für die Konzeptionsarbeit

  • an einem Tag für den Betriebsausflug



Essens- und Getränkeangebote

Die Krippenkinder bekommen täglich von eigenen Köch*Innen frisch zubereitetes kleinkindgerechtes Mittagessen, die Kindergarten- und Hortkinder erhalten das Mittagessen von einem Catering-Service geliefert. Allen Kindern werden Wasser, Milch und Tee als Getränke angeboten. Grundsätzlich beachten wir Nahrungsunverträglichkeiten und religiös bedingte Essgewohnheiten. In unserem Haus gibt es zum Mittagessen z.B. kein Schweinefleisch.

Im Kindergarten gibt es im Rahmen der Förderung durch das Bayerische Staatsministerium die Bio Obst- und Gemüsekiste kostenlos. Die Milch erhalten wir im Rahmen des europäischen Schulmilchprogramms.



Beiträge

Die aktuellen Beiträge für einen Krippen, Kindergarten, - oder Hortplatz können der Homepage der Einrichtung oder dem Betreuungsvertrag im Anhang der Konzeption entnommen werden.



Gebäude und Außenflächen

 

Wir verfügen in unserem Kinderhaus über freundliche, helle und große Räumlichkeiten. Es wurde 2011 vollständig saniert und entspricht modernsten energetischen und brandschutztechnischen Anforderungen.

Krippe

 

  • 2 Gruppenräume mit angrenzenden Schlafräumen

  • In den Räumen befindet sich jeweils eine Küchenzeile

Kindergarten

 

  • 2 Gruppenräume

  • 1 Multifunktionsraum, der vielseitig genutzt wird

  • Spielnischen im Flurbereich, die thematisch wechselnd eingerichtet sind

Hort

 

  • 2 große Gruppenräume, davon einer mit Küchenzeile

  • 1 kleiner Multifunktionsraum mit wechselnden Angeboten

  • 2 große Hausaufgabenzimmer im Obergeschoss die auch als Vorschulräume genutzt werden

Vor den Gruppenräumen befinden sich helle Garderobenbereiche

Kinderkrippe und Kindergarten teilen sich einen Waschbereich mit Kindertoiletten, Waschbecken und Wickeltisch.

Im Hort stehen den Mädchen und Jungen jeweils 2 Toiletten zur Verfügung, sowie im Hausaufgabenbereich jeweils noch eine Toilette.

Erwachsenentoiletten befinden sich in jeder Etage.

Alle Gruppen nutzen abwechselnd den Bewegungsraum, Kreativraum und das Bällebad.

Ein Multifunktionsraum mit Kinderbibliothek ist ebenfalls allen zugänglich.

Die Horträume können zusätzlich vormittags vom Kindergarten und der Krippe genutzt werden.

Zusätzlich verfügen wir über ein großzügiges Außengelände, das die Bedürfnisse von Kindern unter drei Jahren bis zum Schulkind berücksichtigt. Der Spielbereich für die Krippenkinder ist abgegrenzt.

Im Kinderhaus werden die Sicherheitsgrundlagen GUV eingehalten und regelmäßig durch unsere Sicherheitsbeauftragte überprüft.



Mitarbeiter/Innen

 

 

Die Leitung des Hauses ist besetzt mit einer pädagogischen Leitung in enger Zusammenarbeit mit der ständigen Stellvertretung. Beide sind im Gruppendienst tätig. In der Büroorganisation werden sie von einer Sekretärin in Teilzeit unterstützt.

In allen Gruppen arbeiten Voll-und Teilzeitkräfte mit Qualifikation als pädagogische Fach- oder Ergänzungskraft.

Zusätzlich bieten wir Ausbildungsplätze für Praktikant*innen im sozialpädagogischen Seminar an und bilden Berufspraktikant*innen im Anerkennungsjahr zur Erzieher*in aus. Unsere Einrichtung hat in Zusammenarbeit mit der Diakonie Bayern auch Stellen für ein freiwilliges soziales Jahr.

Unser pädagogisches Personal arbeitet im Schichtdienst nach festgelegtem Dienstplan. So werden Früh- und Spätdienst abgedeckt. Der Dienstplan weist regelmäßige Verfügungszeiten und die gesetzlich vorgeschriebenen Pausen aus.

Zu den Verfügungszeiten zählt die Vorbereitung der pädagogische Arbeit, die wöchentlichen Teamsitzungen und das Durchführen und Vorbereiten regelmäßiger Elterngespräche.

Alle Mitarbeiter*innen besuchen regelmäßig Fort- und Weiterbildungen. Dazu stehen ihnen acht Arbeitstage zur Verfügung. Davon sind immer zwei Tage pro Jahr für eine Inhouseschulung vorgesehen und ein Tag für die Planung des Kinderhausjahres.

Wir arbeiten mit Kooperationspartnern, wie der Frühförderstelle, dem mobilen sozialen Dienst, Logopäden und Ergotherapeuten zusammen, die nach Absprache und Bedarf auch ins Haus kommen.

 



Belehrungen

Alle Mitarbeiter*innen erhalten jährlich eine Sicherheits- und Hygienebelehrung.

Brandschutz- und Evakuierungsübungen werden durchgeführt.

Alle 2 Jahre findet ein Erster Hilfe-Kurs am Kind statt

Pädagogische Konzeption



Unser Bild vom Kind

Kinder sind von Geburt an aktive Wesen, die ihre Umwelt selbständig wahrnehmen, erkunden, entdecken und begreifen. Sie sind von Anfang an voller Neugierde, Entdeckungs- und Forscherdrang und möchten ihre Umwelt verstehen, kennenlernen und erleben. Dabei lassen sie sich voller Vertrauen auf ihre Bezugspersonen und ihre Umgebung ein.

Jedes Kind unterscheidet sich durch seine Persönlichkeit und seine Individualität von Anderen. Es will ernst genommen, geachtet und respektiert werden und sich mit seinen Fähigkeiten, Stärken, seinem Temperament und Besonderheiten angenommen fühlen. Bereits sehr kleine Kinder sind aktive Mitgestalter ihres Alltags. Das heißt, sie gestalten ihren Tag nach ihren individuellen Bedürfnissen mit. Dabei suchen sie nach sozialen Kontakten zu Erwachsenen und Kindern und finden erste Freundschaften. Sie sind vielseitige und fantasievolle Erfinder und kennen die Mittel und Möglichkeiten ihrer Persönlichkeitsentfaltung.

Kinder haben ein Recht auf umfassende Mitsprache und Mitgestaltung hinsichtlich ihrer Bildung und allen weiteren sie betreffenden Entscheidungen. Kinder können ein positives Selbstkonzept aus ihren Erfahrungen und Handlungen entwickeln. Dies ist die Grundlage um weitere Kompetenzen zu erwerben.



Pädagogischer Ansatz

Die pädagogische Arbeit unseres Kinderhauses orientiert sich am „situationsorientierten Ansatz“. Wir sehen unsere Aufgabe darin, den Kindern in einem „lebensnahen Lernen“ Erfahrungen zu ermöglichen, die ihnen helfen, sich in gegenwärtigen und zukünftigen Lebenssituationen gut zurecht zu finden. Wir orientieren uns an den Bedürfnissen und Interessen des einzelnen Kindes und der Gruppe und leiten Ziele und Inhalte unserer pädagogischen Arbeit davon ab. Der situationsorientierte Ansatz beinhaltet ein ganzheitliches Lernen, in dem alle Dimensionen des Wahrnehmens und Erlebens aufgenommen und einbezogen werden. Wir gestalten mit den Kindern nach Möglichkeit unmittelbare Sinneseindrücke und Erlebnisse, lassen sie beobachten, betrachten, untersuchen, experimentieren und unternehmen mit ihnen Erkundungsgänge, so dass sie kognitiv, sinnlich, körperlich, emotional und sozial angesprochen sind. Wir ermöglichen ihnen Ausdrucksformen, die ihrem Entwicklungsstand angemessen sind und vielfältige Fertigkeiten fördern.



Unser pädagogisches Selbstverständnis



Jedes Kind ist wie ein junger Baum

Es braucht viel Wärme, Licht, Vertrauen und Zeit um aufzublühen.

Wir Erwachsenen sind wie Gärtner, die die Knospen hegen und pflegen,

bis sie zur Entfaltung kommen.

Was für eine wunderbare Aufgabe , die uns da übertragen wurde!“

(nach Herrmann Gmeiner, Gründer der SOS-Kinderdörfer)

 

Aus dem Leitbild, unserem Bild vom Kind und unserem pädagogischen Selbstverständnis leiten wir unser pädagogisches Handeln ab. Als Arbeitsgrundlage dienen die Richtlinien des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans. Daraus ergeben sich für uns folgende Ziele des Bildungsauftrages und deren praktische Umsetzung. In diesem Kontext hat die Bedeutung des freien und begleiteten Freispiels in unserer Einrichtung eine hohe Bedeutung.



Bedeutung von Spielen und Lernen als Grundlage für ein Ko-konstruktives Bildungsverständnis

Im Spiel erfolgt Lernen auf verschiedensten Ebenen weit über das rein Kognitive hinaus. Das freie Spiel liefert den Grundstock für die elementare Entwicklung des Kindes, darum hat es in unserem Tagesablauf eine hohe Bedeutung. Es schafft Raum zur Selbstentfaltung, es hilft dem Kind vielfältigste Erfahrungen im Blick auf sich selbst, auf die Beziehungen zu anderen und auf den Einsatz von Materialien zu sammeln.



Freispiel

Die Kinder entscheiden im Freispiel, mit welchen Materialien, welchen Kindern und in welchem Spielbereich sie spielen möchten. Über das Spiel entwickelt sich das Kind kognitiv, sozial und motorisch und setzt sich intensiv mit seiner Umwelt auseinander.

Freispiel bedeutet für das Kind:

Was will ich spielen?

Lernprozess: Idee entwickeln und umsetzen, Anregungen aufnehmen

Was brauche ich zum Spielen?

Lernprozess: Handlungspläne entwickeln, logisches Denken

Wann ist Zeit fürs Freispiel?

Lernprozess: Zeitgefühl entwickeln, Ausdauer einüben, Konzentration auf das eigene Tun

Mit wem will ich spielen?

Lernprozess: Freundschaften knüpfen und pflegen, Konflikte lösen, im Team spielen

Wo spiele ich?

Lernprozess: Eigene Entscheidungsfähigkeit stärken, räumliche Orientierung einüben

Für uns Pädagog*innen ist während des freien Spiels wichtig:

  • eine anregende Umgebung vorbereiten

  • verschiedenartigstes Spielmaterial und interessante Spielräume zur Verfügung stellen

  • die Kinder zu beobachten und feinfühlig Impulse zu setzen

  • ansprechbar zu sein

  • Hilfestellungen und Erklärungen anzubieten

  • Auf Lösungen des Kindes zu warten oder durch offene Fragen gemeinsame Lösungen zu finden

  • Spielanreize zu geben

  • Spielpartner zu sein



Bildungs- und Erziehungsziele für Kinder und ihre Umsetzung



Ethische und religiöse Bildung und Erziehung, Emotionalität und soziale Beziehungen

 

Die religionspädagogische Arbeit ist ein Schwerpunkt unserer Einrichtung. Durch das kindgerechte Erzählen von biblischen Geschichten und das Feiern der christlichen Feste im Jahreskreis vermitteln wir den Kindern erste Grunderfahrungen mit dem christlichen Glauben und machen sie mit der abendländischen Kultur vertraut. In enger Zusammenarbeit mit der Pfarrer*in der Michaelskirchengemeinde feiern wir Feste und Gottesdienste, bei denen Kinder und Eltern herzlich eingeladen sind sich aktiv zu beteiligen. Dabei erleben Kinder eine Gemeinschaft, in der die Vielgestaltigkeit der Kulturen respektiert wird und sozialer Umgang in der Gruppe aktiv erlebt wird: Durch das Lösen von Konflikten, durch Helfen, Teilen, Geben, Nehmen oder das Treffen von Vereinbarungen.

Sprachliche Bildung und Förderung

Sprache ist wichtig für die Kommunikation: Sie ist ein Medium um Gedanken, Bedürfnisse, Gefühle und Wissen mitzuteilen. Bei uns lernen Kinder die Sprache, indem sie einander begegnen und sich nachahmen, indem sie Bücher betrachten, Geschichten erzählen, Rollenspiele spielen und durch Lieder, Reime, Fingerspiele, Tänze und Bewegung. Zusätzlich bietet eine speziell geschulte Fachkraft durchgängig einen wöchentlichen Vorkurs Deutsch für Kinder mit Migrationshintergrund und/oder verzögerter Sprachentwicklung an.

Die Sprachstandserhebung geschieht nach §5 Abs. 2 AVBayKiBiG durch den Einsatz von SISMIK und SELDAK Beobachtungsbögen



Mathematische und naturwissenschaftliche Bildung

 

Wir geben den Kindern Raum und Zeit, um ihre Neugier an naturwissenschaftlichen Phänomen und Zusammenhängen zu stillen. Sie können aktiv mit Wasser und Sand Städte, Tunnel und Wasserlandschaften bauen, mit unterschiedlichen Materialien, Kleber, Papier, Tesa usw. frei experimentieren und durch das gemeinsame Betrachten von Sachbüchern Fragen stellen und im Gespräch beantworten. Diese Erfahrungen werden durch das Nachbauen von Modellen z.B. von Planeten oder Städten veranschaulicht und damit vertieft.

Wir bieten den Kindern im Alltag Anregung für mathematische Bildung und unterstützen ihr Interesse an Zahlen und mathematischen Inhalten. Mit unterschiedlichen Spielmaterialien, z.B. einer Waage, Bausteinen, Muggelsteinen und Würfeln, die den Kindern im Freispiel zugänglich sind, erschließen sie sich die Welt der Mathematik. Da werden Mengen verglichen und unterschieden, am Würfel Punkte gezählt und in Büchern Zahlen erkannt. Während des Rollenspiels wird gewogen und mit Geld bezahlt. Beim Bauen von Türmen und Städten mit Bausteinen wird die räumliche Vorstellung trainiert und erste Gesetzmäßigkeiten erkannt. Während des Tischdeckens bekommen die Begriffe rechts und links eine klare Bedeutung.

In gezielten Vorschulangeboten lernen die Kinder geometrische Formen kennen und im Angebot „Zahlenland“ werden die Zahlen von eins bis zehn nochmals vertieft. Das gemeinsame Experimentieren ist Teil der Vorschularbeit und zusätzlich steht in der Gruppe ein Tisch mit wechselndem Material bereit, an dem die Kinder eigenständig Erlerntes alleine oder gemeinsam vertiefen.

Umweltbildung und –erziehung

Unter Umweltbildung verstehen wir zunächst das Erleben von Umwelt: Die Kinder sind in jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter draußen. Sie gehen regelmäßig in den Wald, um die Schönheit der Natur mit allen Sinnen zu erfassen. Sie machen bewusst Beobachtungen über die Vorgänge, Erscheinungen und Prozesse in der Welt um sie herum. Im Einzelnen lernen die Kinder beispielsweise den Müll zu trennen, sie experimentieren mit Wasser, machen Kartoffelfeuer oder besuchen den Umweltgarten in Neubiberg.

Informationstechnische Bildung, Medienbildung und –erziehung

Die Kinder lernen bei uns alltagstechnische Geräte kennen und nutzen, zum Beispiel Telefon, Mixer oder Staubsauger. Sie dürfen bei Gelegenheit Filme zu Projektthemen anschauen und gehen im Hort gemeinsam ins Kino. Sie hören gemeinsam Hörspiele oder singen und tanzen zu Musik. Die Kinder sind mit uns im Gespräch über Fernsehserien, Videospiele und deren Gefahren. In jeder Gruppe ist eine gemütliche Leseecke eingerichtet, in der wechselnd zu aktuellen und jahreszeitlichen Themen Bücher und Zeitschriften zum Betrachten und Lesen einladen.



Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung

In unserem Haus werden Lieder gesungen und Kreisspiele gespielt, Tänze eingeübt, mit Orff-Instrumenten musiziert und Projekte zum Thema Musik angeboten. Außerdem besuchen wir Museen und Ausstellungen, Theater- und Musikvorstellungen vor Ort und in München. In jedem Bereich gibt es eine Kreativecke. Dort haben die Kinder freien Zugang zu unterschiedlichen Materialien, wie Wasserfarben, Pinsel in unterschiedlichen Ausführungen, Kleister, Papier usw. So können die Kinder ihre eigenen Ideen kreativ umsetzen und gestalten so auch ihre tägliche Lebensumgebung mit.



Bewegungserziehung und –förderung, Sport

In vielen wissenschaftlichen Studien wurde der Zusammenhang zwischen Bewegung und der Entwicklung von Intelligenz sowie Gesundheit und dem persönlichen Wohlbefinden belegt. In unserer Einrichtung gibt es daher eine Vielzahl an Bewegungsmöglichkeiten. Es finden täglich freie und gezielte Bewegungsangebote in der geräumigen Bewegungshalle statt. Mindestens einmal pro Tag spielen die Kinder im großzügigen Garten. Aufenthalte im Wald sind fester Bestandteil unserer Wochenplanung. Wir unternehmen außerdem Ausflüge zu den umliegenden Spielplätzen.



Gesundheitserziehung

Wir betreiben Gesundheitserziehung auf vielfältige Weise: Die Zahnärztin kommt regelmäßig in die Krippe und den Kindergarten. Das Händewaschen vor den Mahlzeiten ist ein tägliches Ritual. Wir bereiten in allen Bereichen gemeinsam gesunde Mahlzeiten vor und essen sie zusammen. Für die einzelnen Gruppen erarbeiten wir gemeinsam Regeln, um auf Gefahrenquellen aufmerksam zu machen und Unfallprävention zu betreiben. Bei unseren Ausflügen üben die Kinder Verkehrssicherheit ein. Wir bieten Bücher und Gespräche zu Gesundheitsthemen an.



Interkulturelle Pädagogik

In unserem Haus begegnen sich Familien und Mitarbeiter*innen vieler Nationalitäten. Gemeinsam mit den Kindern lernen wir im täglichen Miteinander ganz natürlich andere kulturelle Hintergründe und Sprachenvielfalt kennen. So ist erlebbar, dass wir anderen Kulturen und Religionen mit Offenheit und Akzeptanz begegnen und diese als Bereicherung in unserer täglichen Arbeit erfahren.

Dies wird deutlich durch:

  • das Singen von Liedern aus den verschiedenen Herkunftsländern

  • Zählen in Sprachen der Erzieher*innen und Kinder

  • Aufgreifen von unterschiedlichen Traditionen im Jahreskreislauf

  • Immer wiederkehrende Gestaltung von Projekten zu unterschiedlichen Lebenskulturen, z.B. Inuit, Indianer usw.

  • Einbinden aller Religionen in gemeinsame Andachten und Gottesdienste.

  • Wahren von kulturell bedingten Essensgewohnheiten, z.B. wird in unserem Haus ausschließlich schweinefleischfreies Essen angeboten

  • Zusammenarbeit des Elternbeirates und des Kinderhauses mit dem Asylhelferkreis, z.B. gemeinsames Schlittschuhlaufen, Plätzchen backen usw.



Integration und Inklusion

Das Evang. Haus für Kinder ist keine Integrationseinrichtung, bei uns besteht jedoch die Möglichkeit der Einzelintegration nach Paragraph § 53 SGB XII.

Kinder mit erhöhtem Entwicklungsrisiko und/oder drohender Behinderung haben die Möglichkeit durch externe Fachkräfte gezielt gefördert zu werden, z.B. durch Logopäden, Ergotherapeuten

 

 

Inklusion bedeutet für uns:

  • Jedes Kind macht Entwicklungsschritte in seinem Tempo. So ist der Eintritt in den Kindergarten nicht abhängig von dem Stand seiner Gesamtentwicklung, z.B. Sauberkeit, Entwicklungsverzögerung durch Frühgeburt, Sprachverzögerungen, chronische Erkrankungen.

  • Jedes Kind wird mit seinen Bedürfnissen angesehen und wir reagieren im Rahmen unserer Möglichkeiten individuell darauf, z.B. kann ein Kind im Kindergarten frei entscheiden, ob es an der Schlafenszeit teilnimmt.

  • Der Übergang von der Krippe in den Kindergarten wird rechtzeitig zu Beginn eines Kindergartenjahres nach dem individuellen Entwicklungsstand in Absprache mit den Eltern gestaltet.

 

Gender Pädagogik

Wir sehen Kinder in erster Linie als Persönlichkeiten mit individuellen Stärken, Vorlieben und Interessen und nicht als Mitglied einer Geschlechtergruppe. Dies bestimmt unsere tägliche Arbeit. Deshalb gibt es bei uns im gesamten Haus unterschiedliche Funktionsecken mit verschiedenstem Material, welche Jungen und Mädchen gleichermaßen zugänglich sind und nach den Bedürfnissen der Kinder individuell im Kindergartenjahr verändert werden. Jungs können sich bei uns ebenso wie Mädchen z.B. als Prinzessinnen verkleiden, mit der Parkgarage spielen und beide mit Hammer und Säge im Werkraum arbeiten oder am Experimentiertisch gemeinsam überlegen, wie die Welt um sie herum funktioniert. Am Vorbild der Pädagog*innen lernen die Kinder, dass alle Tätigkeiten, z.B. Regale anbohren, sägen, putzen, kochen, kehren geschlechterunabhängig übernommen werden.



Umgang mit Fehlern und Konflikten

Jedem von uns passieren Fehler. Deshalb ist es uns wichtig, einen angstfreien Raum zu schaffen, in dem ich die Möglichkeit habe, meinen Fehler einzugestehen, Lösungen zu suchen und die Konsequenzen daraus zu tragen, um neue Handlungsstrategien für das nächste Mal zu entwickeln. Dies gilt für Kinder und Erwachsene.

Konfliktsituationen gehören zum Alltag unseres Kinderhauses. Sie reichen von kleinen Meinungsverschiedenheiten bis zum handfesten Streit. Wir entwickeln mit Kindern altersentsprechende Konfliktlösungsstrategien, z.B. gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg, die sie auch später ohne Hilfe Erwachsener anwenden können. Wir als pädagogisches Personal geben den Kindern Orientierung durch vorbildhaftes Verhalten im Umgang mit Konflikten. Zur Reflexion unseres Verhaltens nutzen wir die Teambesprechungen und die Supervision.





Personale Kompetenz

Beteiligung und Verantwortung

Partizipation heißt Planungen und Entscheidungen über alle Angelegenheiten, die das eigene Leben und das der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für anstehende Fragen und Probleme zu finden. (BEP 6. Auflage 2013)

Die Beteiligung der Kinder an den Entscheidungen, die ihren Alltag bei uns im Kinderhaus betreffen, findet je nach Entwicklungsstand und Alter in vielfältigen Formen statt. (konkrete Beispiele finden sie dazu im ABC der einzelnen Bereiche). Das Recht zur Beteiligung schließt gleichzeitig auch das Recht ein, sich nicht zu beteiligen. Dies findet sich wieder im Prinzip der Freiwilligkeit, das den Kindern jederzeit die Möglichkeit gibt, an Angeboten, Projekten und Aktionen während des Freispiels teilzunehmen oder nicht. Damit gestaltet das Kind seine eigenen Aktivitäten und erlernt die Fähigkeit zur Eigenverantwortung. Dieser Prozess wird stets begleitet durch die Erzieher*innen, indem sie die Bereitschaft und die Fähigkeit mitbringen, in einen offenen Dialog mit den Kindern zu treten. Dies geschieht durch den täglichen Austausch während der Morgenkreise, in Kinderkonferenzen, durch Befragung über Aushänge an der Kinderinfowand und Planungsteams von Kindern und gegebenenfalls Erwachsenen. Die Kinder und Erwachsenen äußern ihre Bedürfnisse, planen gemeinsam, finden Kompromisse und suchen nach Lösungen, die alle mittragen können. Die Kinder übernehmen dadurch Mitverantwortung für sich und die Gemeinschaft. Die ständige Aufgabe des Erwachsenen ist es, den Dialog zum Wohle des einzelnen Kindes und der Gemeinschaft zu moderieren.

Partizipation ist unabhängig von dem Alter der Kinder, da jedes Kind mit Worten, Gesten und durch sein Verhalten seine Bedürfnisse äußert. Die Signale, die die Kinder aussenden, aufzunehmen und in eine altersangemessene Beteiligungsform umzusetzen, ist die Aufgabe der Pädagog*innen.



Resilienz

entsteht für uns im Trotzdem

Resilienz bedeutet für uns im „Großen“ ……

  • Die Bewältigung von Krisen und Rückschlägen durch psychologische Schutzfaktoren

  • Persönliches Wachstum und Entwicklung trotz ungünstiger Bedingungen

Im „Kleinen“

  • Die Fähigkeit alltägliche Belastungen durch persönliche und soziale Ressourcen zu meistern.

(Quelle: AOK Bayern Betriebliches Gesundheitsmanagement)

Kinder sind im Alltag unterschiedlichen Belastungen und Anforderungen ausgesetzt. Wir als Kinderhaus bilden durch einen gesicherten Tagesablauf und unser pädagogisches Handeln Schutzfaktoren um mit diesen Beanspruchungen fertig zu werden. Der Aufbau von sicheren Bindungen, das Ausbilden stabiler Persönlichkeiten, Raum um Selbstwirksamkeit, Erleben von Partizipation sind dabei unser Auftrag. Als Kind erfahre ich, hier hört mir jemand zu, nimmt mich ernst, erkennt meine Bedürfnisse und zeigt mir Wege und Möglichkeiten auf, diese aus eigenem Handeln zu erfüllen.

Gestalten von Übergängen

Wir sprechen von Übergängen, wenn Kinder von einer altbekannten in eine neue unbekannte Situation wechseln. Übergänge, die wir im Kinderhaus begleiten können, sind der Eintritt in die Krippe, der Wechsel von der Krippe in den Kindergarten, vom Kindergarten in den Hort und in die Schule. Die Vorteile unseres Kinderhauses sind dabei:

  • In der Kinderkrippe, Eingewöhnung angelehnt an das Berliner Modell.

  • Schrittweiser Übergang von der Krippe in den Kindergarten oder vom Kindergarten in den Hort zum Ende des Kitajahres. Dies geschieht innerhalb des Tagesablaufes begleitet von den Bezugserzieherinnen.

  • Bekannte Räumlichkeiten und Garten.

  • Bekanntes Personal durch bereichsübergreifendes Arbeiten.

  • Gemeinsame Feste und Aktionen.

  • Gemeinsame Ziel- und Wertvorstellungen des Teams.

  • Regelmäßiger bereichsübergreifender Austausch.



Aus all diesen Punkten heraus ergibt sich unser Schwerpunkt im Kinderhaus:

Aus gelebtem Glauben entspringen wertorientiert und verantwortungsbewusst handelnde Kinder, starke Kinder, die sich für ihre Bedürfnisse einsetzen. „

 

 



Krippe

 

Eingewöhnung:

Die Eingewöhnungsphase hat eine große Bedeutung für sie als Familie, denn sie ist der erste Ablösungsprozess Ihres Kindes aus der bisher gewohnten Umgebung. Deswegen ist es uns besonders wichtig, dass Sie und Ihr Kind zu uns Vertrauen aufbauen. Als Eltern entwickeln sie die Sicherheit, dass Ihr Kind bei uns in guten Händen ist und Ihr Kind erfährt begleitet von uns Pädagog*innen die Sicherheit, dass Sie als Elternteil nach einer Trennung immer wieder kommen und es liebevoll empfangen.

Diese besondere Zeit dauert etwa vier bis sechs Wochen und geschieht in mehreren Etappen. In dieser Zeit sollte ein Elternteil frei sein, um sein Kind bei der Bewältigung des neuen Lebensabschnittes zu begleiten. Dabei richtet sich die Gesamtdauer der Eingewöhnung nach dem Verhalten des Kindes. Jedes Kind soll sich ohne Zeitdruck und seinem Alter entsprechend in der neuen Umgebung zurechtfinden.



Die Eingewöhnungsphase läuft im Allgemeinen folgendermaßen ab:

  • Vor Beginn der Eingewöhnung findet ein Erstgespräch statt, in dem wir uns kennenlernen und Wünsche, Erwartung, Vorlieben Ihres Kindes und viele offenen Fragen klären. Den Termin für dieses Erstgespräch vereinbaren wir beim ersten Informationselternabend, der immer vor Beginn der Sommerferien stattfindet.

  • In der ersten Woche besucht der Elternteil, der die Eingewöhnung übernimmt, uns eine Stunde mit seinem Kind. Am Anfang wird das Kind erst mal viel zu schauen haben und immer wieder zu Ihnen zurückkommen. Sie sind somit der „sichere Hafen“ in all dem Neuen.

  • Die Mitarbeiterin, die die Eingewöhnung übernimmt, wird immer wieder auf Ihr Kind eingehen und es in Spielangebote mit einbeziehen. Als Elternteil sind sie stille Beobachter*in, die das Gruppengeschehen von außen betrachtet.

  • Ab dem vierten Tag werden die Eltern gebeten, die Gruppe für ein paar Minuten (ca. 10 Min.) zu verlassen. Dabei ist es wichtig, dass Sie Ihrem Kind mitteilen, dass Sie kurz aus der Gruppe gehen, sich verabschieden und dann gleich gehen. Die Bezugserzieherin kümmert sich nun sehr intensiv um das Eingewöhnungskind. Lässt sich das Kind auf die Bezugserzieherin und das Geschehen in der Gruppe ein, kann die Trennungszeit täglich gesteigert werden. Sie als Eltern halten sich in den ersten Trennungsphasen in der Einrichtung auf.

  • So wird die Trennung immer mehr ausgedehnt, bis das Kind nach etwa 2-3 Wochen mittags mit isst und nach dem Essen geholt wird (11.30 Uhr). Wenn alles soweit unproblematisch verläuft, schläft das Kind ab der vierten Woche bei uns und wird dann direkt abgeholt.

  • Die Eingewöhnungsphase ist abgeschlossen, wenn das Kind seine Betreuerin als sichere Bezugsperson akzeptiert und sich in der Gruppe wohl fühlt.

  • Am Ende der Eingewöhnungszeit findet ein Elterngespräch zum Erfahrungsaustausch über die vergangenen Wochen statt.







Tagesablauf in der Kinderkrippe



7:15-8:00 Frühdienst im Kindergarten

Von 8:00 bis 8.30 Uhr Begrüßung der Kinder: Wir begrüßen jedes Kind und lassen es spüren: „Schön, dass du da bist!“

Freies Frühstück: Im Gruppenraum ist der Frühstückstisch gedeckt und lädt die Kinder zum gemeinsamen Frühstücken mit anderen Kindern und einer vertrauten Betreuerin ein.

Von 8.45 bis 9.00 Uhr Morgenkreis: Im Morgenkreis nehmen wir uns als Gruppe wahr und starten den gemeinsamen Tag mit einem kindgerechten Gebet, einer individuellen Begrüßung, Liedern und Fingerspielen.

Von 9.00 bis 10.30 Uhr Freispielzeit:

Ab 10.30 Uhr gemeinsames Aufräumen und Hände waschen: Wir stimmen die Kinder mit einem Lied auf das Aufräumen ein. Die Kinder erfahren, dass alle Dinge einen festen Platz im Gruppenraum haben und wir achtsam mit dem Spielmaterial umgehen. Danach waschen wir gemeinsam die Hände.

Ab 10.45 Uhr Mittagessen: Zum Einstimmen auf das Mittagessen singen wir am Tisch und machen Fingerspiele. Mit einem Tischgebet beginnen wir unsere Mahlzeit. Wir motivieren die Kinder zum selbständigen Nehmen der Speisen und essen mit Besteck. Wir essen gemeinsam mit den Kindern und sind ihnen so Vorbild. Eine angenehme Essensatmosphäre ist uns sehr wichtig. Die Kinder können sich wahrnehmen und unterhalten.

Ab 11.30 Uhr Vorbereitung zum Schlafen: Nach dem Mittagessen machen wir die Kinder sauber und ziehen Schlafkleidung an. Wir gehen mit den Kindern in die Schlafräume und legen sie in ihr eigenes Bett. Mit einem Schlafritual begleiten wir die Kinder individuell in den Mittagsschlaf. Eine Betreuungsperson bleibt als Schlafwache im Raum. Bis ca. 13.30 Uhr ist es still in der Krippe. Dann wachen nach und nach die Kinder wieder auf, verlassen den Schlafraum und werden von uns im Gruppenraum empfangen. Wir geben den Kindern die Möglichkeit, in ihrem Tempo aufzuwachen und der zweiten Tageshälfte entgegen zu gehen.

Um 14.30 Uhr Erste Abholzeit

Ab 14.30 Uhr Brotzeit: Mit einem Tischgebet beginnen wir unsere Nachmittagsbrotzeit. Jedes Kind erhält seine Brotzeitdose aus dem Kühlschrank und nimmt sich die Dinge, die es essen möchte, auf seinen Teller. Zusätzlich bieten wir einen Gemeinschaftsteller mit frisch geschnittenem Obst an. Die Eltern füllen täglich den Obstkorb.

Um 15.30 Uhr Zweite Abholzeit

Ab 15.30 Freispielzeit: Wir können mit den Kindern in den Garten gehen oder im Gruppenraum gezielte Kleingruppenarbeit anbieten.

Um 16.30 Uhr Dritte Abholzeit

Ab 16.30 Uhr Spätdienst: Da während des Spätdienstes weniger Kinder in der Gruppe sind gibt es dort Zeit für lebenspraktische Übungen oder Besuche bei den größeren Kindern in Kindergarten oder Hort. Wir lassen den Tag in Ruhe ausklingen.



Das Krippen ABC



A Anfang

  • Alles beginnt mit der Aufnahme Ihres Kindes in unserem Haus und dem damit verbundenen Informationselternabend sowie dem Erstgespräch.

 

B Bring – und Abholzeiten

  • Während der Bring- und Abholzeiten findet „zwischen Tür und Angel“ ein wichtiger Informationsaustausch über das Kind statt. Die Bring –und Abholzeiten richten sich nach den Buchungszeiten, die Sie in ihrem Betreuungsvertrag vereinbart haben.

 

Bezugserzieher*in

  • Die Bezugserzieher*in ist für die Familie erster Ansprechpartner und begleitet Sie durch die erste Zeit der Eingewöhnung. Sie schlägt die Brücke zwischen Krippenalltag und Zuhause

 

E Eingewöhnung (siehe oben)

Entwicklungsgespräche

  • Mindestens einmal jährlich und jederzeit nach individueller Absprach findet ein Entwicklungsgespräch auf Grundlage der täglichen Beobachtungen statt. In diesem Gespräch bekommen die Eltern Einblick in die Alltagswelt und Stärken Ihres Kindes. Gemeinsam formulieren wir Wünsche für die kommende Zeit.

 

Essen und Trinken

  • Die Kinder bringen von Zuhause eine geeignete Trinkflasche mit, die im Laufe des Tages immer wieder mit Wasser gefüllt wird. Zusätzlich bieten wir den Kindern Wasser aus Tassen an. Das Kleinkind gerechte Essen wird in der Küche der zum gleichen Träger gehörenden Krippe täglich frisch zubereitet und dort von uns abgeholt. Die Brotzeit bringen die Kinder von Zuhause mit.

 

F Freispielzeit

Folgende Angebote gibt es während der Woche innerhalb der Freispielzeit:

  • Bewegungsangebote in der Turnhalle, im Bällebad

  • Gartenzeit, Ausflüge z.B. zum Bäcker, oder den Spielplätzen in der näheren Umgebung

  • Gelenkte Angebote zu unterschiedlichen Themen, z.B. finden wir im Winter raus, wie lange es braucht, bis Wasser gefriert

  • Kleingruppenarbeit zur Vertiefung einzelner Bildungsbereiche

 

 

Feste

  • Gemeinsam feiern wir Feste im weltlichen und religiösen Jahreskreislauf z.B. Sankt Martin, Sommerfest usw. In unserem Haus gibt es Gruppenfeste und Feste fürs ganze Haus



Frühdienst

  • Frühdienst: Den Frühdienst übernehmen zwei Mitarbeiterinnen für alle Kinder des Hauses, deren Eltern den Frühdienst gebucht haben. Die Kinder werden begrüßt, Informationen der Eltern werden entgegen genommen. In dieser Zeit findet Freispiel und gleitende Brotzeit statt.

 

G Grundbedürfnisse

  • Die Grundbedürfnisse der Kinder (Trinken, Wickeln, Toilettengang, Füttern, emotionale Zuwendung) werden individuell befriedigt und haben selbstverständlich Vorrang vor allem Anderen.

 

I Informationen

  • Informationen erhalten Sie durch die täglichen Tür- und Angelgespräche sowie durch die Aushänge vor den Gruppenräumen und die Elternbriefe (gedruckt oder per E-Mailverteiler), sowie an Informations- und Elternabenden.



K Kernzeiten

  • Die Kernzeit in der Krippe ist von 8.30 Uhr bis 12.30 Uhr und damit die Mindestbuchungszeit. Während dieser Zeit sind die Türen unseres Hauses geschlossen um eine ruhige Zeit des Spielens zu gewährleisten

 

Krank sein

  • Kinder, die krank sind, dürfen die Krippe nicht besuchen. Bitte bedenken Sie, dass der Tagesablauf in der Krippe anstrengend ist und ein krankes Kind diesen Anforderungen nicht gewachsen ist. Es hat das Recht sich auszuruhen und im häuslichen Rahmen gesund zu werden. Bei meldepflichtigen Erkrankungen bedarf es eines Attestes, damit Ihr Kind wieder die Krippe besuchen darf.

 

L Lernen und spielen

  • Die Kinder lernen und spielen in unserem Haus vom Moment des Ankommens in der Früh bis zum Abholen. Unser pädagogisches Handeln wird geleitet von den Handreichungen für Kinder unter drei Jahren zum Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan.



M Mitbringen

  • Für den Krippenalltag braucht jedes Kind eigene Bettwäsche, Spannbettlaken, Hausschuhe oder Socken, Wechselwäsche und der Witterung entsprechende, wetterfeste Gartenbekleidung.

 

O Offenheit

  • Wir begegnen uns wertschätzend und öffnen so Räume für respektvollen Austausch über Erwartungen und Probleme.

 

P Partizipation

  • In vielen Bereichen des Tagesablaufs haben die Kinder die Möglichkeit sich zu beteiligen.

  • Die Kinder entscheiden selbst, wie sie ihren Tag beginnen wollen. Sie können frühstücken, spielen, kuscheln und entscheiden so, was sie mit wem wo erleben wollen.

  • Beim Morgenkreis entscheiden die Kinder, wo und neben wem sie sitzen wollen, bestimmen die Auswahl von Elementen des Morgenkreises wie Lieder oder Fingerspiele.

  • Die Angebote und Aktivitäten des Vormittags entscheiden die Kinder am Ende des Morgenkreises gemeinsam mit den Erzieher*innen. Bei unterschiedlichen Angeboten dürfen sie frei wählen, woran sie teilnehmen möchten.

  • Beim Mittagessen haben die Kinder sehr große Möglichkeiten der Beteiligung. Sie decken den Tisch mit Hilfe selbstständig, entscheiden ob sie ein Lätzchen möchten, nehmen sich eigenständig das Essen aus den Schüsseln auf den Teller. Sie bestimmen selbst, was und wie viel sie essen.

  • Die Gestaltung ihres Nachmittags bestimmen die Kinder im Rahmen des Gruppenablaufes ebenfalls weitgehend selbst. Sie haben auch die Möglichkeit von einer Gruppe in die andere zu wechseln.

 

R Rituale

  • Jeder Tag ist geprägt von Ritualen, die den Kindern Orientierung und Halt im Tagesablauf sind. Dazu gehören z.B. der tägliche Morgenkreis, das Beten vor dem Essen, die Schlafenszeit und die immer wiederkehrend gleiche Gestaltung der Essenssituationen.

 

S Schlafen

  • Die Kinder schlafen im Gruppenraum angrenzenden Schlafstübchen. Die Schlafenszeit ist circa von 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr.

 

Spätdienst

  • Der Spätdienst ist Montag bis Donnerstag von 16.30 Uhr bis 17.15 Uhr und findet jeweils in einer Gruppe oder im Garten statt. Die Betreuung der Kinder wird von einer oder zwei Pädagog*innen aus unserem Haus, abhängig vom Dienstplan und den Buchungszeiten aller Kinder übernommen.

 

T Tagesablauf (siehe oben)

Tür- und Angelgespräche

  • Hier haben Eltern und das Personal die Möglichkeit kurze Informationen auszutauschen und alles Wichtige über den Tag zu besprechen.

 

 

V Vertrauen

  • Vertrauen ist die emotionale Grundlage für eine gelingende Zusammenarbeit im Erziehungsdreieck Elternhaus- Kind- Krippe und uns damit eine Herzensangelegenheit.

 

W Wickeln

  • Für jedes Kind bringen die Eltern eigene Windeln mit. Creme und Feuchttücher sind vorhanden.

 

Wohlfühlen

  • Gern dürfen die Kinder gewohnte Begleiter wie Schnuller, Schmusetücher, Kuscheltiere, etc. in die Krippe mitbringen.

 

 

 

Kindergarten



Eingewöhnung

Die Eingewöhnungsphase im Kindergarten ist ein neuer Abschnitt im Leben Ihrer Familie. Dieser wird geprägt sein von den Vorerfahrungen die Ihr Kind bisher gesammelt hat. Diese Phase ist wichtig, unabhängig davon, ob Ihr Kind schon vorher die Krippe besucht hat oder von Zuhause in den Kindergarten kommt. Erfahrungsgemäß rechnen wir mit einer durchschnittlichen Eingewöhnungszeit von mindestens 14 Tagen. Unterstützt wird dieser Prozess durch die individuelle Aufnahme in die jeweilige Bezugsgruppe und schrittweise Verlängerung der Aufenthaltszeit Ihres Kindes im Kindergarten.

Diese behutsame Eingewöhnung bedeutet:

  • Teilnahme am Informationstag vor dem Eintritt in den Kindergarten. Dort werden der Schnuppertag und der Aufnahmetag Ihres Kindes festgelegt.

  • Während des ersten Schnuppervormittages lernen die Kinder mit ihren Eltern ihre Bezugserzieher*in kennen und erkunden gemeinsam die Einrichtung.

  • In den ersten Tagen löst sich das Kind nach und nach von den Eltern und verbringt immer längere Zeitabstände im Gruppengeschehen. Nach und nach kommt die Essens- und Schlafsituation hinzu, bis das Kind eine vertrauensvolle Beziehung zum Personal und Sicherheit im Tagesablauf gefunden hat.

  • Nach circa sechs bis acht Wochen findet in einem Elterngespräch ein Austausch über die Beobachtungen und Empfindungen der Eltern und des Kindes während der Eingewöhnung statt. Gemeinsam wird der Weg für die kommende Zeit abgesprochen.





Tagesablauf im Kindergarten



07.15 – 08.00 Uhr Frühdienst

07.15 – 10.30 Uhr gleitende Brotzeit

08.00 – 08.30 Uhr Freispiel in den Gruppen

08.35 –ca. 09.00 Uhr Morgenkreis in den Gruppen

ab 09.00 – 12.30 Uhr Öffnung der Gruppen, Freispiel, Angebote und Projektarbeit, Gartenzeit

12.30 Uhr erste Abholzeit

11.30 – 14.00 Uhr Essensgruppe 1 mit anschließender Schlaf- und Ruhezeit für alle

3-4jährigen Kinder

 

12.30 – 14.00 Uhr Essensgruppen 2 und 3 mit anschließender Ruhezeit für alle

4-7jähigen Kinder

 

14.00 – 16.00 Uhr gleitende Nachmittagsbrotzeit

14.30 Uhr zweite Abholzeit

15.00 – 15.15 Uhr Nachmittagskreis

ab 15.15 Uhr Nachmittagsöffnung, Freispiel, Nachmittagsangebote und Projekte, Gartenzeit.

16.30 - 17.15 Uhr Spätdienst



Das Kindergarten ABC



A Abholzeiten

  • Aus Sicherheitsgründen ist die Türe nur zu den Bring- und Abholzeiten geöffnet. Die Bring –und Abholzeiten richten sich nach den Buchungszeiten, die Sie in ihrem Betreuungsvertrag vereinbart haben.

 

Angebote

  • Die Vormittags- und Nachmittagsangebote orientieren sich am BEP (siehe die pädagogischen Leitlinien oben) und den Bedürfnissen der Kinder. Eine Betreuer*In bereitet das Angebot vor, führt es durch und dokumentiert es.



B Bezugserzieher*in

  • Die Bezugserzieher*in ist für die Familie erster Ansprechpartner und begleitet Sie durch die erste Zeit der Eingewöhnung. Sie schlägt die Brücke zwischen Kindergartenalltag und Zuhause

 

Brotzeit

  • In jeder Gruppe befindet sich ein Brotzeittisch, der die Kinder zum Essen einlädt. Getränke werden bereitgestellt, die Brotzeit bringen die Kinder von Zuhause mit. Die Kinder haben die Möglichkeit zu essen, wann sie möchten. Sie decken sich selbständig ihren Platz zum Essen auf und räumen ihn wieder ab.



E Eingewöhnung (siehe oben)

 

F Frühdienst

  • Den Frühdienst übernehmen zwei Mitarbeiterinnen für alle Kinder des Hauses, deren Eltern den Frühdienst gebucht haben. Die Kinder werden begrüßt, Informationen der Eltern werden entgegen genommen. In dieser Zeit findet Freispiel und gleitende Brotzeit statt.

 

G Gartenzeit

  • Gartenzeit: Die Kinder können im Garten durch unterschiedliche Geräte, Fahrzeuge und Materialien vielfältige Bewegungserfahrungen sammeln.

K Kinder

  • Sternschnuppenkinder: alle drei- bis vierjährigen Kinder

  • Sonnenkinder: alle vier- bis fünfjährigen Kinder

  • Regenbogenkinder: alle fünf- bis siebenjährigen Kinder



L Lernen und Spielen

  • Die Kinder lernen und Spielen in unserem Haus vom Moment des Ankommens in der Früh bis zum Abholen. Unser pädagogisches Handeln wird geleitet von den Erziehungszielen im Bayrischen Bildungs- und Erziehungsplan



M Mittagessen

  • Die Kinder essen zeitlich versetzt in Teilgruppen in den beiden Gruppenräumen. Auf eine angenehme, familiäre Atmosphäre sowie das Einhalten von Tischmanieren legen wir großen Wert.



Morgen- und Nachmittagskreise

  • Im Morgenkreis nehmen wir uns als Gruppe wahr und starten in den gemeinsamen Tag mit einem kindgerechten Gebet, Liedern, Vorstellung des Tagesablaufs und Gesprächen zu aktuellen Themen von Seiten der Kinder und des Personals. Im Nachmittagskreis wird den Kindern das situationsorientierte Nachmittagsangebot vorgestellt, das sie freiwillig wahrnehmen können.

 

O Offenheit

  • Wir begegnen uns wertschätzend und öffnen so Räume für respektvollen Austausch über Erwartungen und Probleme.



 

P Partizipation

  • Innerhalb des Tagesablaufs haben die Kinder die Möglichkeit sich ihre Spielräume und Spielpartner frei zu wählen. Sie halten sich dabei an die z.T. gemeinsam erarbeiteten Gruppenregeln und befinden sich in einem intensiven offenen Dialog mit den Erzieher*innen. Die Teilnahme an den unterschiedlichen Angeboten des Tages ist stets freiwillig.

  • Vielfältige Ausflüge sind ein Höhepunkt im Kindergartenjahr. Ergibt sich aus einem Angebot oder Projekt der Wunsch der Kinder nach einem Ausflug, planen die Kinder und Erzieher*innen gemeinsam die gesamte Aktivität.

  • Bei der Raumgestaltung und Materialauswahl haben die Kinder immer wieder die Möglichkeit Wünsche zu äußern.

  • Das Essen als Grundbedürfnis jedes Kindes bestimmen die Kinder selbst. Den zeitlichen Rahmen dazu gibt der Gruppenalltag vor. Wir essen am Tisch und jedes Kind wählt seinen Platz selbst. Es gibt keinen Zwang zum Essen. Wem das Essen nicht schmeckt, kann Obst als Alternative wählen. Bei der Brotzeit entscheiden die Kinder grundsätzlich selber, ob sie etwas essen oder nicht.

 



R Rituale

  • Jeder Tag ist geprägt von Ritualen, die den Kindern Orientierung und Halt im Tagesablauf sind. Dazu gehören z.B. der tägliche Morgenkreis, das Beten vor dem Essen, die Schlafenszeit und die immer wiederkehrend gleiche Gestaltung der Essenssituationen

 

Ruhezeit

  • Der Multifunktionsraum wird für die Sternschnuppenkinder zum Schlafen vorbereitet. Gemeinsam mit einer Betreuerin gehen sie in diesen Raum und legen sich auf ihre eigene Matratze. Sie haben eine Schlafkiste für eigenes Bettzeug und Kuscheltiere. Mit einem Schlafritual begleiten wir die Kinder individuell in den Mittagsschlaf. Eine Betreuungsperson bleibt mit den Kindern im Schlafraum bis ca. 14.00 Uhr. Die Kinder, die nach und nach aufwachen, gehen anschließend in ihre Stammgruppen zurück. Die Kinder, die keinen Mittagsschlaf machen, kommen nach dem Mittagessen im Gruppenraum zur Ruhe und schöpfen Kraft für die zweite Tageshälfte, zum Beispiel durch Vorlesen oder das Ausmalen von Mandalas.

 

S Stammgruppe und Teilöffnung

  • Es gibt zwei Bezugsgruppen, die Bärengruppe und die Pferdegruppe. Das Kind wird bei der Anmeldung einer Bezugsgruppe zugeordnet. Durch die Teilöffnung ist es den Kindern nach dem Morgenkreis freigestellt, alle Gruppenräume zu nutzen und sich gegenseitig zu besuchen.

 

Spätdienst

  • Der Spätdienst ist Montag bis Donnerstag von 16.30 Uhr bis 17.15 Uhr und findet jeweils in einer Gruppe oder im Garten statt. Die Betreuung der Kinder wird von einer oder zwei Pädagog*innen aus unserem Haus, abhängig vom Dienstplan und den Buchungszeiten aller Kinder übernommen.



T Tagesablauf (siehe oben)

 

Teilgruppe

  • Eine Teilgruppe setzt sich aus 6 bis 12 Kindern zusammen. Die pädagogische Arbeit findet bis auf den Morgen- und Nachmittagskreis in Teilgruppen statt.

 

Tür- und Angelgespräche

  • Hier haben Eltern und das Personal die Möglichkeit kurze Informationen auszutauschen.

 

V Vertrauen

  • Vertrauen ist die emotionale Grundlage für eine gelingende Zusammenarbeit im Erziehungsdreieck Elternhaus- Kind- Krippe und uns damit eine Herzensangelegenheit.

 

Vormittagsangebote im Kindergarten

  • Dreimal in der Woche öffnen wir den Bewegungsraum für ein gruppenübergreifendes Angebot

  • Spezielles Angebot in der Kleingruppe für Regenbogen, Sonnen -und Sternschnuppenkinder

  • Vorkurs Deutsch für Kinder mit Migrationshindergrund und Kinder mit erhöhtem sprachlichem Förderbedarf.

  • tägliche Gartenzeit

  • Erkundungstag: Wir verbringen den Vormittag außerhalb der Kita und unternehmen zum Beispiel Spaziergänge, Spielplatz- und Waldbesuche.

  • Englischkurs

Vorschule

Einmal pro Woche findet ein spezielles Vorschulangebot in geeigneter Kleingruppenarbeit statt. Die Inhalte dazu werden in Kooperation mit der Schule festgelegt. Diese sind z.B.:

  • Zahlen- und Mengenverständnis

  • Formen und Raum- Lagebeziehungen erfassen

  • Umgang mit Schere und Stift, Einübung der richtigen Stifthaltung

  • Buchstaben kennenlernen und den eigenen Namen schreiben

  • Erste Leseexperimente

  • Vertiefung von Projektinhalten aus dem Gruppenalltag

  • Verkehrserziehung und Verkehrssicherheit

  • Kennenlernen der eigenen Wohn- und Schulumgebung

  • Eigene Adresse und Telefonnummer kennen und lernen

Die Rektorin der zuständigen Grundschule kommt zweimal jährlich, um selbst mit den Vorschulkindern zu arbeiten und ihre Beobachtungen mit den Erzieherinnen der Vorschulkinder auszutauschen. Kurz vor Beginn der Einschulung nutzen die Vorschulkinder mit ihren Erzieherinnen schon Räume im Schulhaus für ihre Vorschulangebote und lernen so ihre zukünftige Lernumgebung kennen.





W Wohlfühlen

  • Gern dürfen die Kinder gewohnte Begleiter wie Schnuller, Schmusetücher, Kuscheltiere, etc. in den Kindergarten mitbringen

 

 

 

Hort

 

Eingewöhnung

Bevor ihr Kind zu Schulbeginn in unsere Einrichtung kommt, findet ein Elternabend für die Kinder und Sie als Eltern statt.

Erster Schultag: Sie als Eltern kommen mit Ihrem Kind zu uns in den Hort. Wir haben Zeit die Schultüte und die neue Schultasche zu bestaunen. Wer Lust hat, kann gerne schon eine Zeit im Hort zum Spielen bleiben.

Zweiter Schultag und die ersten drei Wochen: Wir holen alle neuen Kinder von der Schule ab, zuerst vom Klassenzimmer, später vor der Schule, bis alle das Gefühl haben, den Weg von der Schule zum Hort sicher zu bewerkstelligen.

Im Hort lernen wir nach und nach den Tagesablauf und die Gruppenregeln kennen und bewegen uns immer freier in den Spiel –und Hausaufgabenräumen. Bei der Orientierung steht uns ein Hortpate zur Seite.

Eingewöhnungsgespräch: in den ersten Monaten treffen wir uns zu einem Gespräch, um uns über die ersten Eindrücke und den Ablauf der Eingewöhnung auszutauschen.



Tagesablauf im Hort

Begrüßung der Kinder

Das Ankommen der Kinder in den Hort richtet sich nach deren Schulschluss. Wir begrüßen jedes Kind persönlich, um ihm zu zeigen: „Schön, dass du von der Schule gut in den Hort gekommen bist“. Wir sind Ansprechpartner für all ihre Anliegen. Jeder findet vor dem Mittagessen Zeit, seine persönlichen Dinge an einen festen Platz zu räumen.

Mittagessen

Da wir Kinder aus unterschiedlichen Klassen und Schulen betreuen, gibt es bei uns drei Essenszeiten. Diese sind 11.30 Uhr, 12.30 Uhr und 13.15 Uhr. Die Kinder essen im Gruppenraum gemeinsam. Es stehen gedeckte Vierer- und Sechsertische zur Verfügung. Die Kinder entscheiden selbständig, wo und mit wem sie eine Tischgemeinschaft bilden.

Jedes Mittagessen verläuft nach gleich bleibenden Ritualen: Nachdem jedes Kind einen Platz gefunden hat und alle zur Ruhe gekommen sind, legt jede Tischgemeinschaft seinen Tischdienst fest. Wir beten gemeinsam. Wer möchte, kann alleine oder mit einem Freund ein Gebet aussuchen und dieses vorlesen. Während der folgenden Stillezeit holt der Tischdienst das Essen für dessen Tisch. Das Essen wird in ansprechender, altersgerechter Form angeboten. Was und wie viel jedes Kind essen möchte, bestimmt es selbst. Wir fordern die Kinder regelmäßig auf, Unbekanntes zu probieren. Während des Essens wird von Erlebnissen aus der Schule und Zuhause erzählt, eine angenehme Essens- und Gesprächsatmosphäre ist hierbei wichtig. Diese entsteht durch Annehmen und Einhalten von Tischmanieren und den achtsamen Umgang miteinander. Sind alle Kinder am Essenstisch fertig, stellen sie ihr Geschirr zusammen und der Tischdienst räumt es auf den Geschirrwagen. Wenn alle fertig sind, beenden wir das Essen mit einem gemeinsamen Lied oder Spruch. Das ist hilfreich, um den Kindern einen klaren Übergang zur individuellen Gestaltung des Nachmittags zu ermöglichen. Dazu gehört die Entscheidung, wann die Hausaufgaben erledigt werden. Der Tischdienst wischt und trocknet die Tische und deckt sie für die nächste Essensgruppe auf. So entsteht eine Atmosphäre der Gemeinschaft und Verantwortlichkeit.

Hausaufgaben

Alle Kinder erledigen ihre Hausaufgaben in dem Hausaufgabenbereich im ersten Stock. Hierfür steht ihnen die Zeit von 12.15 Uhr bis 16.00 Uhr zur Verfügung.

Bei den Hausaufgaben fördern wir die Kinder bestmöglich. Dies erreichen wir durch folgende Rahmenbedingungen:

  • Wir sorgen für einen ruhigen und geordneten Arbeitsplatz.

  • Wir berücksichtigen die individuell günstigen Arbeitsphasen der Kinder.

  • Wir stehen dem Kind als Ansprechpartner zur Verfügung.

  • Wir leiten das Kind zur Arbeits- und Zeiteinteilung an.

  • Wir geben Hilfestellung zum selbständigen Arbeiten.

  • Wir ermutigen zur gegenseitigen Hilfestellung.

  • Wir stärken das Verantwortungsbewusstsein des Kindes für seine Arbeit.

  • Wir versuchen die Hausaufgabenzeit auf ein gemäß der kultusministeriellen Richtlinien vertretbares Maß zu begrenzen.

  • Wir kontrollieren die Hausaufgaben auf Richtigkeit und Vollständigkeit.

  • Den Inhalt der gemachten Hausaufgaben legen wir im Hausaufgabenheft nieder und geben ein tägliches Feedback über das Arbeitsverhalten.

Im Anschluss gehen die Kinder in den Freizeitbereich im Erdgeschoss.

Gestaltung des Nachmittags

Im Freizeitbereich stehen den Kindern viele Möglichkeiten zur Verfügung, um selbstbestimmt ihre freie Zeit zu gestalten. Die Freizeit dient der Regeneration, der Persönlichkeitsentfaltung und der Weiterentwicklung.

Die Kinder können die vorhandenen Spielangebote des Hortes frei nach eigenen Bedürfnissen nutzen, dabei wählen sie ihre Spielpartner selbst. Zur Verfügung stehen hierfür die Bewegungsräume, der Kreativraum und die Gruppenräume mit zahlreichen Bastel- und Baumaterialien, Büchern, Musikinstrumenten und Gesellschaftsspielen, sowie der Außenbereich

Ein besonderes Ereignis für die Kinder ist die Geburtstagsfeier im Hort. Das Geburtstagskind bekommt einen schön gedeckten Tisch zum Mittagessen, an dem es mit seinen Freunden sitzen darf. Im Geburtstagskreis am Nachmittag steht das Kind im Mittelpunkt und bekommt die Aufmerksamkeit und Wertschätzung der Gruppe verbunden mit guten Wünschen für das neue Lebensjahr. Wir genießen im Anschluss daran die besondere Brotzeit, die sich das Geburtstagskind gewünscht hat.

Über das Jahr verteilt gibt es Projekte und „Oasentage“ zu unterschiedlichen Themen aus dem Alltag und zu besonderen Anlässen. Die Oasentage haben einen religiösen Schwerpunkt und werden von der Pfarrerin mitgestaltet und begleitet.

Während des gesamten Nachmittags haben die Kinder die Möglichkeit, sich am von ihnen selbst vorbereiteten Brotzeittisch zu stärken. Wir legen Wert auf gesunde Nahrungsmittel und berücksichtigen dabei die Wünsche der Kinder.

Eigene Freizeitaktivitäten

Die freie Gestaltung unseres Nachmittags ermöglicht es den Kindern und Familien Zeit für eigene Freizeitaktivitäten und gemeinsame Aktionen zu haben. Die Kinder können jederzeit den Hort verlassen oder abgeholt werden, um zu Freunden oder Freizeitangeboten außer Haus zu gehen.

Abholsituation

Beim Abholen erleben die Eltern ihre Kinder in den unterschiedlichen Spielsituationen des Nachmittags. Dies gewährt ihnen einen kurzen Einblick in die Lebenswelt der Kinder im Hort. Wir freuen uns, wenn die Eltern Zeit mitbringen, so dass die Kinder in Ruhe ihr Spiel beenden, die Spielsachen aufräumen und dann entspannt nach Hause gehen können. In dieser Zeit entstehen häufig Tür- und Angelgespräche über Ereignisse des Tages und der Woche.

Das letzte Ritual des Tages ist eine Verabschiedung von den Betreuer*Innen mit einem Handschlag und einem Blick und guten Wünschen für den verbleibenden Tag.

Ferien und Ferienaktivitäten

Die Ferien verlaufen im Hort naturgemäß nach einem anderen Tagesrhythmus als die Schulzeit. Der Tag beginnt ab 8.00 Uhr im Hort mit einem Frühstücksangebot, Zeit zum Ankommen und Freispielen.

Die Ferien bieten insgesamt die Möglichkeit, sich an den Bedürfnissen und Interessen der Kinder und der Gruppe zu orientieren und miteinander den Gruppenprozess zu gestalten. Dies geschieht in Mitverantwortung und Mitbestimmung der Kinder. Montags halten wir mit den Kindern, die in dieser Woche da sind, eine Kinderkonferenz. Die Kinder haben die Möglichkeit, Wünsche und Ideen für Ausflüge, Projekte und besondere Aktivitäten vorzuschlagen und dann im Prozess von Diskussion und demokratischer Abstimmung für die Woche festzulegen. Hierbei ergeben sich häufig Schwimmbadbesuche, Ausflüge in die nähere Umgebung, Museumsbesuche, Hortübernachtung und vieles mehr.

Einmal im Jahr bieten wir eine Ferienfahrt für die Kinder der 2. bis 4. Klasse an. Dabei erleben wir uns als Gruppe einmal über einen langen Zeitraum in vielen neuen Situationen. Daraus ergeben sich enge Bindungen, neue Freundschaften und die Freude an gemeinsamen Erlebnissen.



 

 

Das Hort-ABC

A Abholzeiten

  • Die Kinder können im Hort jederzeit abgeholt werden und nach Absprache auch alleine nach Hause, zu Freunden oder zu Freizeitaktivitäten gehen.

  • Die pädagogische Kernzeit im Hort beginnt mit dem Schulschluss der Kinder und endet um 14.30 Uhr. In dieser Zeit bitten wir, die Kinder nur in dringenden Fällen und nach Absprache abzuholen.



Ankunftszeit

  • Die Ankunftszeit der einzelnen Kinder richtet sich nach dem Stundenplan der jeweiligen Klasse und Schule. Die Kinder bewältigen den Weg von der Schule zur Einrichtung selbständig.

  • Ausnahme: Die Schulanfänger werden etwa die ersten drei Wochen direkt von der Schule abgeholt, bis sie sicher den Weg von der Schule zum Hort bewältigen können.

Ausflüge

  • Ausflüge in die nähere Umgebung sind ein wesentlicher Bestandteil unserer täglichen Arbeit. Deshalb werden Ausflüge und Fahrten regelmäßig unternommen.

B BEP (Bayrischer Bildungs- und Erziehungsplan)

  • Für die Betreuung von Schulkindern gibt es keine allgemeingültigen Richtlinien. In unserem Hort orientieren wir uns an den Inhalten des für den Kindergarten gültigen Bildungs- und Erziehungsplanes. Nach der Erledigung der Hausaufgaben liegt der Schwerpunkt bei uns auf dem Freispiel, in dem sich die Kinder selbstbestimmt, von ihren eigenen Interessen geleitet, ihre Spielräume, Spielpartner und Spielaktivitäten suchen.



Betreuungsvertrag

  • Der Betreuungsvertrag ist die verbindliche juristische Grundlage für die Betreuung Ihres Kindes in unserer Einrichtung. Dort werden alle notwendigen Formalitäten geregelt.



Brotzeit

  • Ab ca. 15.00 Uhr hat jedes Kind die Möglichkeit sich bei einer Brotzeit am gemeinsam vorbereiteten Brotzeittisch zu stärken.



E Elternarbeit

  • Sie liegt uns sehr am Herzen und ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Der Kontakt zu Ihnen und das Wissen um die häusliche Situation helfen uns dabei, die Kinder kennen und verstehen zu lernen. Viele Veranstaltungen in unserer Einrichtung bieten die Möglichkeit, dass Sie sich auch untereinander besser kennen lernen und eigene Erfahrungen austauschen können. Wir wünschen uns im Interesse Ihrer und "unserer" Kinder eine gute und intensive Zusammenarbeit. Wir freuen uns, wenn Sie diese Angebote zahlreich nutzen.

 

Elterngespräche

  • Wir wissen, dass es Sie sehr interessiert, wie sich Ihr Kind bei uns im Kinderhaus fühlt und entwickelt. Deshalb laden wir Sie im Verlauf eines jeden Hortjahres zu einem Entwicklungsgespräch ein. Für weitere Gespräche sind wir jederzeit offen. Vereinbaren Sie einfach einen Termin mit uns.

 

Elternpost

  • Wichtige Informationen rund um Termine, Aktionen, Neuerungen entnehmen Sie der Elternpost, die Ihr Kind im Schulranzen mit nach Hause bringt. Persönliche Informationen, die nur Sie und Ihr Kind betreffen, finden Sie im Hausaufgabenheft.

 

Elterninfowand

  • An der Elterninfowand, die Sie im Eingangsbereich des Hortes finden, stehen alle aktuellen Informationen, die Sie als Eltern betreffen. Aktuelle Elternbriefe und Termine, Liste für Elterngespräche, Interessante Artikel, Protokolle der Elternbeiratssitzungen usw. finden dort hoffentlich interessierte Leser.





F Feriengestaltung

  • In den Ferien hat der Hort ab 8.00 Uhr geöffnet. Wer eine frühere Betreuung braucht, kann sein Kind im Frühdienst des Kinderhauses unterbringen. Während der Ferienzeiten beginnen wir den Tag mit einem Frühstück. Am Anfang einer jeden Ferienwoche klären wir in der Kinderkonferenz, wie wir unsere Ferien miteinander gestalten wollen (Ausflüge, Projekte, Aktionstage usw.)



Ferienfahrt und oder Hortübernachtung

  • Einmal pro Jahr planen die Erzieher eine Veranstaltung, bei der Kinder und Erzieher gemeinsam ein bis mehrere Tage miteinander verbringen. Fernab vom Schulstress und ein klein wenig weg von zu Hause, geht es hierbei um Intensivierung von Gruppenprozessen, Respekt und Toleranz. Der Spaß kommt hierbei sicher nicht zu kurz.



Freizeitgestaltung

  • Die Kinder haben grundsätzlich die Möglichkeit ihre Freizeit nach ihren individuellen, persönlichen Bedürfnissen zu gestalten. Alle Aktionen, Aktivitäten und Angebote basieren auf Freiwilligkeit. Innerhalb der Woche finden abwechselnd Angebote in den verschiedenen Bereichen (Turnhalle, Kreativraum, Außengelände) statt, die an der Kinderinfowand ausgeschrieben sind und im Mittagskreis täglich nochmals aufgegriffen werden.



G Geburtstage

  • Ein besonderer Tag ist der Geburtstag Ihres Kindes. Das Geburtstagskind steht an diesem Tag im Mittelpunkt. Das Geburtstagskind wünscht sich eine Geburtstagsbrotzeit, die wir gemeinsam einkaufen und zubereiten. Nach einem kleinen Geburtstagsritual (dieses Jahr ist es der Geburtstagsregenbogen) wird die Geburtstagsbrotzeit verspeist. Die Geburtstagsfeier findet oft Freitags statt, weil wir da keine Hausaufgaben machen.



H Hausaufgaben

  • In unserer Einrichtung gibt es eine gleitende Hausaufgabenzeit von Montag bis Donnerstag von 12.00 bis 16.00 Uhr.



I Infowand

  • Im Eingangsbereich des Kinderhauses finden Sie alle allgemeinen Infos der Einrichtungsleitung, des Elternbeirates und der Kirche.

  • Im Hort, neben der Tür des Gruppenraumes ist die Kinderinfowand angebracht. Dort finden die Kinder und Sie Infos zu aktuellen Aktionen und Projekten. Im Wochenplan stehen die Aktivitäten und Aktionen, die für die laufende Woche geplant sind. Auf der anderen Seite können Sie anhand der beschrifteten Magnetpins erkennen, wo sich Ihr Kind im Kinderhaus (Turnhalle, Kreativraum usw.) gerade befindet.

 

 

K Kinderkonferenz (KIKO)

  • Alle Kinder treffen sich zu vereinbarten Themen in einer Plenumsrunde. Dort wird miteinander gesprochen, diskutiert und verhandelt. Demokratisch wird dann über Veränderungen, Ausflüge, Projekte abgestimmt und gemeinsam beschlossen, wie diese umgesetzt werden.



Kleidung

  • Bitte wählen Sie die Kleidung Ihres Kindes zweckmäßig und bequem aus. Beachten Sie, dass wir bei jeder Witterung raus gehen. Während der Winterzeit sollten die Kinder Schneehosen dabei haben.

 

Krankheit

  • Ein krankes Kind gehört weder in die Schule noch in den Hort. Bitte rufen Sie uns im Krankheitsfall an oder sprechen auf den AB des Kinderhauses (Tel. 089/6094478). Leidet das Kind an einer ansteckenden Krankheit, ist das Kinderhaus von der Erkrankung und der Art der Krankheit unverzüglich zu unterrichten. Dies gilt auch, wenn ein Familienmitglied an einer ansteckenden Krankheit leidet. Nach einer ansteckenden Krankheit (Scharlach, Windpocken, Läuse…) darf das Kind den Hort erst wieder besuchen, wenn eine ärztliche Gesundschreibung vorliegt.



P Partizipation

  • Partizipation ist für die Kinder im Hort ein wesentlicher Bestandteil ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Sie erleben, dass sie gehört werden, ihre Meinung beachtet wird, sie die Möglichkeit haben sich für ihre Interessen einzusetzen und eigene Ideen eigenständig umsetzten können. Die Erzieher*innen stehen ihnen jederzeit für einen offenen Dialog und die nötige Unterstützung zur Verfügung.

  • Im Freispiel entscheiden die Kinder frei, mit wem sie wo und was spielen wollen.

  • Die Angebote entstehen aus den Ideen der Kinder, sie werden gemeinsam geplant und umgesetzt, z.B. ein Mutter-Vatertagsfest, Theater- und Sportvorführungen für die Eltern und viele Spielangebote für Kinder innerhalb des Hauses.

  • Den Kindern steht eine große Materialvielfalt in großer Menge zur freien Verfügung. Bei der Anschaffung von Material entscheiden die Kinder mit. Wir schauen gemeinsam Kataloge an, gehen einkaufen und lassen die Spielevertreter in die Gruppe kommen.

  • Ist es warm oder kalt? Was ziehe ich an? – die Kinder entscheiden selbst was sie anziehen möchten. Ausnahme: konkrete Anweisungen der Eltern durch Absprachen und Elterngespräche.



Personal

  • Im Hort sind Erzieher*innen mit verschiedener Stundenanzahl und Funktion beschäftigt. Zusätzlich beschäftigen wir gelegentlich eine Mitarbeiter*in im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), häufig bilden wir Praktikanten für den Erzieher*innen- oder Kinderpfleger*innenberuf aus.

 

 

R Regeln

  • Eine Regel leitet sich aus bestimmten Regelmäßigkeiten ab, die aus Erfahrungen und Erkenntnissen gewonnen werden. Eine Regel wird in einer sozialen Gruppe in Übereinkunft festgelegt und somit für einen bestimmten Bereich zur verbindlich geltenden Richtlinie. Alltägliche Regel, wie „Vor dem Essen Hände waschen!“ oder Hausschuhe anziehen!“ sind bei uns daher selbstverständlich. Im vertrauten Kreis der Familie gelten möglicherweise andere Regeln als bei uns. Mit den Kindern sind wir im Gespräch über die Regeln in den einzelnen Räumen und Kleingruppen.



Religiöse Erziehung

  • Unser Haus für Kinder ist eine evangelische Einrichtung. Deshalb wollen wir Kindern und deren Eltern die Botschaft Gottes näher bringen. Jeder soll bei uns erfahren: Ich bin ein Kind Gottes. Ich bin einmalig und wertvoll so wie ich bin. Das soll in den Festen im Jahreskreis (Weihnachten, Ostern usw.) bei Gottesdiensten und durch erzählen von biblischen Geschichten erfahrbar werden. Frau Pfarrerin Wist begleitet und unterstützt uns dabei indem wir immer wieder gemeinsam sogenannte „Oasentage“

  • im Hort gestalten.



Rituale

  • Kinder sind von den vielen auf sie einströmenden Impulsen oft überfordert. Vertraute Abläufe schaffen da Verlässlichkeit und Geborgenheit und führen zu mehr Selbstvertrauen. Gleichzeitig tragen liebevoll gestaltete Rituale dazu bei, dass wir Dingen, die wir jeden Tag tun, mit Wertschätzung und Aufmerksamkeit begegnen. Sie helfen uns Menschen, sich in eine Gruppe einzufügen, Ängste und Unsicherheiten zu überwinden, Brücken zu bauen, Krisen zu überstehen, Verbindungen herzustellen, neue Sichtweisen zu bekommen, neue Werte und Ziele zu setzen. Für die Erzieherin bieten sie zudem eine wichtige Hilfestellung im Alltag.



W Werte

  • Werte bieten grundlegende Ziele und einen Orientierungsrahmen für individuelles wie gesellschaftliches Leben. Sie sind Vorstellungen oder Auffassungen vom Wünschenswerten, die Menschen miteinander teilen. Menschen orientieren sich in ihrem Denken und Handeln immer an „erlernten“ Werten. Unser Kinderhaus bietet den Rahmen, in dem Werte wie Freiheit, Gerechtigkeit, Frieden, Freundschaft miteinander erlebbar werden. Denn Werte sind nur in Verbindung mit einem Individuum denkbar und erlernbar.

 

 



Beteiligung und Kooperation

Ziele und Formen der Zusammenarbeit mit Eltern

Wir sehen uns als familienergänzende Einrichtung. Wir wünschen uns eine Erziehungspartnerschaft, bei der sich Familien und Einrichtung füreinander interessieren, ihre Erziehungsvorstellungen austauschen und zum Wohle des Kindes handeln. Folgende Formen der Zusammenarbeit gibt es bei uns:

  • Tag der offenen Tür

  • Aufnahmegespräch

  • Begleitung der Eingewöhnung

  • Entwicklungsgespräche

  • Tür- und Angelgespräche

  • Hospitationen

  • Elternabende

  • Elternbeirat

  • Feste und Feiern

  • Familiengottesdienste

  • Jährliche Zufriedenheitsumfrage

  • Elternbriefe und Aushänge

  • Homepage und E-Mail-Verteiler



Andere Einrichtungen

Wir sind mit folgenden Einrichtungen vernetzt

  • Michaelskirchengemeinde

  • Kooperationspartnerschaft mit der Sprengelgrundschule

Begleitung Vorkurs Deutsch, Besuch der Lehrer*innen im Kindergarten

  • Frühförderstelle

  • Mobiler sozialer Dienst

  • Beratungsstellen

  • Gesundheitsamt

Soziale Netzwerkarbeit bei Gefährdung des Kindeswohl nach §8a SGB VIII (Schutzauftrag)

Der Träger und das pädagogische Personal tragen im Rahmen ihres Verantwortungsbereiches dafür Sorge, dass Kinder davor bewahrt werden, durch akuten oder drohenden Missbrauch der elterlichen Rechte und/oder Vernachlässigung der elterlichen Sorge Schaden in ihrer Entwicklung zu nehmen.

Die im Rahmen des täglichen Umgangs mit der Familie und dem Kind gemachten Wahrnehmungen werden durch konkrete Beobachtungen überprüft und ein Abschätzung des Gefährdungsrisikos für das Kind ggf. mit Hilfe einer „insofern erfahrene Fachkraft“( im Sinne des § 6 der Vereinbarung) vorgenommen. Die „ insofern erfahrene Fachkraft“ ist bei uns eine Mitarbeiterin des Jugendamtes des Landkreises München.





Beobachtung von Lern – und Entwicklungsprozessen

Die Beobachtung der Kinder in der Gruppe und im Einzelnen ist die Grundlage unserer pädagogischen Arbeit. Sie wird unterschiedlich dokumentiert:

  • Krippe

    • Eingewöhnungstagebuch

    • Ressourcensonne

    • Persönlicher Ordner mit Fotos, Lern- und Erlebnisgeschichten

    • Beobachtungsbogen nach Petermann und Petermann



  • Kindergarten

    • Seldak und/oder Sismik

    • Perik und/oder Kompik

    • Eingewöhnungstagebuch

    • Persönlicher Ordner mit Fotos und Erlebnisgeschichten

    • Ressourcensonne



  • Hort

    • Persönlicher Ordner mit Fotos, Lern- und Erlebnisgeschichten

    • Ressourcensonne

Aussagekräftige Beobachtungsergebnisse vermitteln Einblicke in das Lernen und die Entwicklung von Kindern. Sie helfen, die Qualität von pädagogischen Angeboten zu sichern und weiterzuentwickeln. Sie sind die Grundlage für regelmäßige Entwicklungsgespräche mit Eltern im Rahmen einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft. Sie fördern unseren fachlichen Austausch und kollegiale Zusammenarbeit im Kinderhaus. Sie sollen den Kindern helfen, im Austausch mit den Erzieherinnen ihre Lernfortschritte zu erkennen.



Maßnahmen zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung

Wir führen folgende Maßnahmen durch, um die Qualität unserer Arbeit ständig zu prüfen und zu verbessern:

  • Fortbildungen

  • Austausch mit anderen Einrichtungen

  • Jährliche Zufriedenheitsumfrage

  • Konzeptionstage und Planungstage mit Träger und Personal

  • Supervision

  • Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat

  • Jährliche Mitarbeitergespräche

  • Wöchentliche Teamsitzungen im Gesamt oder Bereichsteam

  • Individuelle Weiterbildungs- und Ausbildungsangebote für unser Personal



Schlusswort

Diese Konzeption wurde vom Team des Kinderhauses in Zusammenarbeit mit Träger und Elternbeirat erstellt. Sie wird regelmäßig überarbeitet und den Gegebenheiten angepasst.